Eine kürzlich veröffentlichte Marktanalyse hat interessante Details zu Tage gebracht. Während die Anzahl der Internet-Anschlüsse per Kabel steigt, lässt sich im Segment DSL ein langsamer Trend in die andere Richtung erkennen.
Prof. Dr. Torsten J. Gerpott, der an der Universität Duisburg-Essen lehrt, hat in Düsseldorf aktuelle Zahlen der Öffentlichkeit präsentiert. Er schätzt die Anzahl aller Breitbandanschlüsse in Deutschland auf 24,7 Millionen. Somit kommt in 61,8 Prozent der deutschen Haushalte die Breitband-Technologie zum Einsatz.
Jeder zehnte Anschluss wird dabei über die Alternative Kabel Internet verwirklicht. Die anderen Zugänge setzen auf das traditionelle DSL. Vorreiter ist immer noch die Deutsche Telekom, die in rund 60 Prozent der Fälle für die technische Realisierung zuständig ist. Dazu zählen allerdings auch sämtliche Zugänge auf Resale- oder Bitstream-Basis.
Des Weiteren zeigt sich, dass mit der stetigen Verbreitung der schnellen Internet-Technologie auch die verfügbaren Bandbreiten steigen. Am Ende des Jahres 2008 haben lediglich 27 Prozent einen Zugang benutzt, der zwischen 6 und 16 Mbit/s liegt. Ein Jahr später ist dieser Anteil auf 44 Prozent angestiegen.
Ein Wert von acht Prozent ergibt sich bei den Haushalten, die eine höhere Geschwindigkeit als 16 Mbit/s nutzen. Im Gegensatz zum Vorjahr hat sich der Anteil verdoppelt. Begründet ist dieser Anstieg zum einen durch das vermehrte Auftreten der VDSL-Anschlüsse, zum anderen mit dem Zuwachs im Bereich Kabel Internet. Hier lassen sich häufig Geschwindigkeiten zwischen 20 und 32 Mbit/s realisieren.
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