Der deutsche Telefonmarkt ist heiß umkämpft – die verschiedenen Anbieter über- bzw. unterbieten sich mit Sondertarifen, und die Kunden sind im Wechselfieber. Vor allem die Einführung von Smartphones mit Internetzugang führte zu einer Revolution und einem gravierenden Wandel auf dem Markt.
Der klassische Telefonanschluss ist quasi nicht mehr gefragt. Wie die Telekom mitteilte, muss sie kaum noch auf der sogenannten letzten Meile Teilnehmeranschlussleitungen (kurz TAL) legen. Diese letzte Meile verbindet die Ortsvermittlungsleitung des jeweiligen Netzbetreibers mit der Telefondose im Haushalt und ist ein Monopol der Telekom. Stattdessen verzichten die meisten Kunden immer häufiger auf den Festnetzanschluss in den eigenen vier Wänden und steigen auf Handy oder Voice over IP um.

Der DSL Anbieter Alice bietet in mehreren deutschen Städten Internetzugänge an, welche über ein eigenes Netz aufgebaut werden. Generell wird das Komplettpaket des Anbieters mit einer Höchstgeschwindigikeit von bis zu 16 Mbit/s angeboten.
DSL Anbieter haben offensichtlich Ihre Lehren aus den Marktverschiebungen im Mobilfunkbereich gezogen. Dort punkten zunehmend Prepaid Anbieter mit flexiblen Angeboten ohne Vertragsbindung. Die Vermutung liegt nahe, dass Kunden diese Flexibilität auch im Festnetz zu schätzen wissen, weswegen zunehmend auch DSL ohne Mindestlaufzeit angeboten wird.
Zum Aufbau der Funkverbindung mit den angeschlossenen PCs nutzten WLAN-Router bislang ausschließlich den allgemein freigegebenen Frequenzbereich ab 2,4 Gigahertz. Das ist recht praktisch, weil Funkgeräte in diesem Bereich genehmigungsfrei betrieben werden dürfen, da dieser Frequenzbereich nicht anderweitig genutzt wird.
Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden hat den Verbraucherpreisindex 2009 für Dienstleistungen im Bereich der Telekommunikation veröffentlicht. Nachdem schon im Jahr 2008 die Preise gesunken sind, hat sich erneut ein Rückgang von 2,4 Prozent ergeben.
